Der Weg zur anpassbaren Software-Produktlinie

Allgemein

Hersteller von Softwareprodukten stehen heutzutage vor der Herausforderung, ihre Software schnell und vor allem flexibel an die Anforderungen von Kunden und Branchen anpassen zu müssen. Zeit- und Kostendruck führen dazu, dass dabei oft bestehende Produkte kopiert und für den nächsten Einsatz angepasst werden. Dies ist zwar zunächst die einfachste und schnellste Vorgehensweise, führt aber mittel- und langfristig zu erhöhtem Wartungsaufwand und verhindert die Möglichkeit, neue Funktionen und Eigenschaften miteinander zu kombinieren und mehreren Kunden anbieten zu können.

 

Gelöst werden kann dies mit sogenannten Software-Produktlinien. Diese verwalten verschiedene, systematisch kombinierbare und konfigurierbare Software-Bausteine, die flexibel an Kunden- und Branchenbedürfnisse angepasst werden können. Durch solche Bausteine erhöht sich der Grad der Wiederverwendung. Der Aufwand für die Realisierung und Wartung kundenspezifischer Softwarevarianten reduziert sich. Diesen langfristigen Vorteilen einer Software-Produktlinie stehen jedoch anfangs deutlich höhere Entwicklungsaufwände gegenüber. Vor allem in noch unbekannten Domänen und gerade für kleine und mittelständische Softwarehersteller bedeutet dies oft ein zu hohes Investitionsrisiko.

 

Die Frage stellt sich nun, wie die kurzfristigen Vorteile von Produktkopien mit den langfristigen Vorteilen von Produktlinien kombiniert werden können. Im Rahmen des Projektes "KoPL" (Förderkennzeichen arbeiten wir zusammen mit unserem Partner CAS AG [2] sowie dem FZI (Forschungszentrum Informatik) [3] aus Karlsruhe an einer Lösung für dieser Problematik.

 

Das ambinionierte Ziel unseres Projektes bestand konkret darin, für die zahlreichen Softwarehersteller mit Produktkopien eine einfache, risikoarme und wirtschaftliche Methode entwickelt werden um ausgehend von Produktkopien eine Produktlinie zu erzeugen. Unser schönes Video [4] auf der Projektwebseite fasst das auch recht anschaulich zusammen.

 

Über die Laufzeit des Projektes haben wir eine neuartige Werkzeugkette realisiert, welche bestehende Produktkopien automatisiert analysiert und Softwareherstellern Designvorschläge für eine Produktlinie anbietet. Auch ermöglicht die Werkzeugkette eine automatisierte Umformung der Produktkopien in eine Produktlinie.

 

Stehen sie mit Ihrem System vor ähnlichen Herausforderungen? Haben Sie Fragen zu Produktlinien bzw. der Analyse von Programmcode? Dann treten Sie mit uns in Kontakt.

 

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KoPL wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung [4] www.bmbf.de Förderkennzeichen: 01IS13023

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